Hier stelle ich meine "Toten Punkte" bzw. Unklarheiten vor, die sich im Laufe der Forschung ergaben. Über Hinweise und Rückmeldungen freue ich mich sehr!

1. Problem Herkunft des Joseph HÜTTEL - Ahn 48

Joseph HÜTTEL wird im Bürgerbuch von Plauen (einzusehen im Stadtarchiv) am 27.4.1821 bezeichnet als "ein Mälzer und Bräuer aus Loosdorf im Böhmischen, Vater Joseph HÜTTEL war Handelskaufmann..."

Er müsste zu diesem Zeitpunkt gerade mal 22 Jahre alt gewesen sein, geht man vom Todeseintrag aus. Deshalb meine Zweifel: war das damals möglich, daß ein solch junger Mensch bereits Bürger der Stadt wurde, beruflich schon weit vorangekommen war (er übernahm das Malzhaus, eine kleine Brauerei) und auch geheiratet hat? War er vielleicht doch älter? Denn sein Todeseintrag im Pfarramt St. Johannis Plauen lautet: "Joseph HÜTTEL gestorben 5.3.1838 im Alter von 38 Jahren, 11 Monaten und 19 Tagen." Daraus errechne ich den Geburtstag 26.3.1799.

Das große Aber: in dem böhmischen Loosdorf wurde 1799 kein Joseph HÜTTEL geboren, sondern nur 1789, 1791, 1793 und 1796. Auch nicht im März, sondern nur August/Oktober/Dezember. Und die Väter waren nur Bauern, Häusler oder Schmied.

Deshalb kam ich auf Anregung anderer Forscher darauf, nach weiteren Orten namens Loosdorf zu suchen und fand eines im österreichischen Weinviertel.
Meine Frage: dieses Loosdorf im Weinviertel - könnte das damals (1820) auch als Loosdorf im Böhmischen bezeichnet worden sein? Und ausserdem wohnen noch heute dort HÜTTL in der Umgebung. Eine Anfrage beim Pfarramt ergab allerdings, dass die Kirchenbücher in St.Pölten liegen ..... und digitalisiert werden.


2. Problem: Mein seltenster Name unter den Ahnen - KERNECK

Laut aktuellem Telefonbuch (sucht mal selbst !) gibt es ihn in Deutschland derzeit nur viermal. Und zwar in Hamburg, Braunschweig, Apolda und München.

Ich selbst finde diesen Namen in 07952 Pausa vor 200 Jahren - und oh Wunder: der Vorfahre des Mannes aus Apolda stammt auch aus Pausa. 
Frage: hat jemand diesen Namen schon mal gehört oder gar etwa im Bestand? In letzterem Fall sind wir garantiert verwandt!

 

3. Problem: Der Name HOHENNER und Verbindungen

Es gibt Johann Nikolaus HOHENNER, im übrigen getauft 3.2.1704 in Hof. Er war später Zinngießermeister und heiratete am 13.10.1733 seine erste Frau Susanna Dorothea SCHMIDT. Der älteste Sohn aus dieser Ehe hiess Johann Christoph HOHENNER (der zweite Sohn Daniel Peter H.), der 1763 nach Schleiz ging und dort als Zinngießermeister wirkte "mit fürstlicher Erlaubnis". 

Am 15.7.1742 heiratete Johann Nikolaus nach dem Tod seiner ersten Frau ein zweites Mal, und zwar Ottilia Barbara WAGNER. Aus dieser Ehe entstammen 3 Söhne, keiner hieß Johann Friedrich. Verstorben ist Johann Nikolaus am 22.11.1786 in Hof.

Nun habe ich ein Problem mit der Einordnung meines direkten Vorfahren Johann Friedrich HOHENNER. Von ihm weiß ich nichts , ausser dass er Bürger und Beutler zu Schleiz war und einen einzigen Sohn hatte, der 1783 geboren wurde.

Ich finde diesen Johann Friedrich nirgends, und das Pfarramt Schleiz kann mir nicht helfen (Unterlagen sind zum Digitalisieren). Allerdings muß eine Beziehung zu den anderen HOHENNERS bestehen, zumal der Schleizer Zinngießer Johann Christoph H. Pate wurde bei seinem Sohn.